American Football Player, die zum Poker wechselten


Auch nach der aktiven Karriere bleiben die Football teilweise noch länger Teil der Sportszene. Dies muss allerdings nicht heißen, dass aus den besten Spielern dann auch automatisch die Coaches der besten Mannschaften werden. Spieler wie Troy Aikman oder Phil Simms begleiten die Liga mittlerweile mit dem Fernsehen und andere kehren dem American Football gleich ganz den Rücken und werden etwas ganz anderes- zum Beispiel Pokerspieler.

Maurice Hawkins

Zugegeben, Maurice Hawkins war nie ein Star im American Football. Er spielte für Alabama A&M in der Division I des College-Footballs und später in Daytona Beach, Florida für die Bethune-Cookman University. Den Sprung zu den Profis schaffte er nie. Stattdessen setzt er sich 2005 als Profi an verschiedene Pokertische und hat dort auch schon etliche Erfolge feiern können, welche ihm Preisgelder in siebenstelliger Höhe einbrachten. Er gilt als sehr aktiver, extrovertierter und energiereicher Spieler, was so einigen Gegnern arg zu schaffen machen kann.

T.J. Cloutier

In der Rose Bowl 1959 spielte mit T.J. Cloutier ein zukünftiger Poker-Professional für die University of California. Das Team aus Berkeley verlor den Final mit 12:38 recht deutlich gegen die Iowa Hawkeyes. Da sich seine Familie seinen College-Besuch allerdings nicht mehr leisten konnte, musste er sein Studium abbrechen und so auch seine Karriere im American Football aufgeben. Nach seinem Militärdienst heuerte Cloutier bei den Toronto Argonauts in der Canadian Football League an und wechselte später innerhalb der Liga zu den Montreal Alouettes. Nach einer Verletzung musste er allerdings seine Football-Karriere auch in Kanada vorzeitig beenden. Später wurde Cloutier professioneller Pokerspieler und gewann bei der World Series of Poker (WSOP) total sechs Bracelets. Seit 2006 ist T.J. Cloutier Mitglied der Poker Hall of Fame.

Selbst im gesetzten Alter von 77 Jahren spielt Cloutier immer noch bei Pokerturnieren mit. Er hat in seiner Poker-Karriere über 10 Millionen Dollar an Preisgeldern erspielt. Davon stammen fast fünf Millionen Dollar von Turnieren der WSOP.

Andere Fußballer

Auch in Europa haben sich schon ehemalige als auch aktive Fußballer als Pokerspieler versucht. Die spanischen und italienischen Weltmeister Gerard Piqué und Gianluigi Buffon haben beide schon das Glück und ihre Gegner am Pokertisch herausgefordert. Piqué war an einem Main Event der World Series of Poker vertreten, während Buffon eine Weile als Onlinespieler aktiv war. Buffon begann regelmäßig Poker zu spielen, nachdem er an einem Turnier für wohltätige Zwecke mitgemacht hatte. Heute ist er ein Markenbotschafter für PokerStars. Ein weiterer Weltmeister, der sich am Pokertisch versucht hat, ist der Brasilianer Ronaldo. Da er kaum erwähnenswerte Erfolge verzeichnen konnte, wird vermutet, dass es ihm dabei mehr um die Aufmerksamkeit als um das Pokerspiel ging.